Red-Eye
Ein Flug, der spät nachts abfliegt und morgens ankommt, gearbeitet durch das zirkadiane Tief des Körpers; von FTL-Tabellen enger begrenzt.
Definition
Ein Red-Eye ist ein Nachtflug, der am späten Abend abfliegt und am nächsten Morgen landet — klassisch ein US-Transkontinentalflug von West nach Ost, aber auch die vielen Golf–Europa- und innerasiatischen Sektoren, die zum Frühstück ankommen. Flugdienstzeittabellen behandeln Nachtdienste strenger, weil sie durch das Fenster des zirkadianen Tiefs laufen (grob 02:00–06:00 Körperzeit): Unter EASA ist ein Dienst in diesem Fenster auf rund 11 Stunden begrenzt statt 13.
Was es für dich bedeutet
Red-Eyes sind der Ort, an dem sich Ermüdung am schnellsten ansammelt, denn du arbeitest in den Stunden, die dein Körper für Schlaf reserviert, und versuchst dann, bei Tageslicht zu ruhen. Planungsregeln begrenzen, wie viele Nachtdienste du hintereinander fliegen darfst, und die Hinweise zu Schlafvorrat und kontrollierten Nickerchen existieren speziell für diese Sektoren. Viele US-Verträge zahlen einen Nachtzuschlag; die meisten europäischen nicht.
In der Praxis
Ein Qatar-Airways-Abflug Doha–London kurz nach Mitternacht landet zur Frühstückszeit mit einer Crew, die seit dem Vornachmittag wach ist; der Rücksektor derselben Crew am nächsten Abend ist das, wofür der 24-stündige Layover wirklich da ist.
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Verwandte Begriffe
4 Begriffe- FatigueCrew-LebenVerminderte Wachheit durch Schlafmangel und zirkadiane Störung — ein reguliertes Sicherheitsthema mit Meldesystem, das du nutzen musst.
- Innere UhrCrew-LebenDein zirkadianer Rhythmus, den FTL-Regeln über das Window of Circadian Low anerkennen und gegen den ein Dienstplan ständig ankämpft.
- FlugdienstzeitDienstplan & PlanungDas regulierte Fenster von der Meldung zu einem Flugdienst bis Triebwerke aus nach dem letzten Sektor; die zentrale Grenze gegen Ermüdung.
- JetlagCrew-LebenDie innere Uhr läuft nach Zeitzonenwechseln nicht mehr mit der Ortszeit — Berufsrisiko der Langstreckencrew, das man managen lernt.
